Razmendagan

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2013.01.23

Ist der Kampf der Taliban ein nationaler Widerstandskrieg ?

Heutzutage, wo die Unterdrückung des Imperialismus in unserem Land, Afghanistan, für jeden

zu sehen und zu hören ist und Schimpf und Schande der Besatzer und ihrer Verbündeten öffentlich wurden, griffen hier und dort und sogar im Westen einige Leute die Idee wieder auf, die Taliban zu unterstützen. Wir sind mit Schmerzen Zeugen dieser Tragödie während der letzten 30 Jahre geworden. Während sie unter der brutalen und barbarischen Herrschaft der Islamisten waren, drückten unsere Leute ‚Bedauern‘ über die Präsidentschaft des Vorgängers der Islamisten, des Schlächters Dr. Najibullah (die letzte Marionette der Russen) aus. Mit der Einführung der despotischen und barbarischen Herrschaft der Taliban kam den Leuten die Wiedereinführung der Monarchie in den Sinn.

Die gegenwärtige Situation in Afghanistan ist die Wiederholung derselben Tragödie. Der Grund dafür ist unleugbar das Fehlen einer national-revolutionären Alternative, auf die die Massen in ihrem Streben, ihre Rechte und Freiheit zu erlangen, sich verlassen könnten. Aber was kann getan werden ? Es ist unser Unglück gewesen, dass jeder Kriminelle, der an die Macht kam, als erstes sich die besten Nachkommen dieses Landes vornahm, die Ideen im Kopf und Hoffnungen in den Herzen hatten. Sie nahmen die Massen- und Volksorganisationen und -strukturen ins Visier. Sie taten das absichtlich. Sie wollten die Massen ihrer klugen und intellektuellen Führung berauben. Eine Handvoll dieser Persönlichkeiten, die noch am Leben sind, sind entweder alt und schwach oder andere Faktoren haben ihnen den Weg versperrt und sie wurden beiseite geschoben. Unter den bestehenden und betroffenen Volksorganisationen und linken Organisationen  verzehren verschiedene Abweichungen und innere Kämpfe ihre Energie.

Ich hoffe, dass unsere fortschrittlichen und patriotischen Intellektuellen und Studenten, ob nun jung oder alt, zusammen mit unseren politischen Massenorganisationen mit  größerer Sorgfalt und Aufmerksamkeit für die tragische Situation des Volks, so wie es ihre historische Verantwortung ist, die Schwierigkeiten überwinden, diese kritische Phase durchstehen und erfolgreich sein werden. Nur diese Art des Vorgehens kann vor unserem unterdrückten Volk im Dunkeln ein Licht entfachen  und es ihnen ermöglichen, zwischen dem Weg und dem Abgrund  zu unterscheiden.

Von meinem Blickwinkel ist der Faktor, der eine irreführende und illusionäre Rolle bei der Akzeptanz der Taliban durch einige Intellektuelle spielt, der bewaffnete Kampf, den die Taliban gegen die Kolonialverwaltung in Kabul führen, um wieder an die Macht zu kommen. Einige Intellektuelle denken, dass der Kampf der Taliban ein nationaler Widerstandskrieg ist und sich gegen die Invasion richtet. Diesen empfindlichen Punkt in der Psychologie der Afghanen haben die Taliban anvisiert und sich als etwas dargestellt, was sie in der Realität nicht sind.

Jedenfalls haben einige Intellektuelle trotz ihrer Kenntnisse und ihrer hohen akademischen Titel ethnische, religiöse, regionale oder opportunistische Motive in der Frage ihrer Akzeptanz oder Ablehnung einer Bewegung oder politischen Kraft. Es ist fast unmöglich, solche Leute in die richtige Richtung zu lenken. Um jedoch ihren Standpunkt zu rechtfertigen, geben einige Leute ein Urteil über diese Erscheinung ab, von Gefühlen geleitet, die auf ihrem eigenen Verständnis beruhen, indem sie sich auf einige von Stalins und Maos Schriften in dieser Hinsicht  berufen. Ich meinerseits will versuchen, auf der Grundlage der Schriften von Stalin und Mao zu beweisen, dass der Kampf der Taliban überhaupt nicht die Bedingungen und Merkmale eines nationalen Widerstandskriegs erfüllt, der vom Volk und von fortschrittlichen Kreisen unterstützt werden könnte.

Als wir einst die Widersprüche in unserer Gesellschaft analysierten, befassten wir uns mit verschiedenen Standpunkten und diskutierten über die Grundlagen dieser Analysen. Damals sagten wir, dass einige Leute in ihrer Analyse der Widersprüche die reaktionären (islamistischen) Kräfte als ihren Hauptfeind und den Feudalismus als den Hautwiderspruch in der Gesellschaft betrachteten; und wie sie sagen, führt jetzt ein Teil dieser Kräfte einen antagonistischen Kampf gegen den Imperialismus. Daher ist die Schlussfolgerung solcher Analysten wie folgt: “Um den Hauptwiderspruch zum Hauptfeind (der Feudalismus und die feudalen Kräfte) zu lösen, müssen wir koordiniert und gemeinsam mit den USA handeln und der Regierung helfen”. Wir haben das als eine voreingenommene und einseitige Ansicht bewertet, die nur einen Teil der Realität sieht, aber den anderen Teil vergisst. Diese einseitige Haltung geht schließlich vor dem nationalen Kapitulantentum in die Knie und rechtfertigt die ausländische Aggression gegen das Land. Bei dieser Gelegenheit erwähnten wir, dass diese Sichtweise nicht den Kern und die Funktion des Imperialismus und seiner Machenschaften, seine enge Verbindungen und mit dem Feudalismus und den reaktionären Kräften und seine mit diesen Kräften koordinierten Aktivitäten sieht. Unsere Analyse der Widersprüche war und ist, dass der Hauptwiderspruch in unserem Land zwischen dem afghanischen Volk und dem Imperialismus und den Reaktionären besteht. Diese Analyse entspringt der Natur und dem  Charakter unserer Gesellschaft. Unsere Gesellschaft war von der Struktur her halbkolonial und halbfeudal und verwandelte sich in eine koloniale, halbkoloniale und halbfeudale Gesellschaft durch die Aggression des Imperialismus; und sie wird ausgebeutet und unterdrückt durch den Imperialismus und die einheimischen Reaktionäre. Daher sind der Imperialismus und die einheimischen reaktionären Kräfte die Hauptfeinde unseres Volkes. Um diese Feinde los zu werden und die Gesellschaft zu retten, brauchen wir eine einheitliche national-demokratische Revolution:. Wie Mao sagte: “Es ist ein Fehler, wenn die nationale Revolution und die demokratische Revolution als zwei völlig getrennte Stufen der Revolution betrachtet werden.” Unsere Revolution muss sich gegen den Imperialismus und die einheimische reaktionäre Herrschaft richten. Zu den reaktionären Kräften in unserem Land gehören die Grundbesitzer, die Kompradorenbourgeoisie, die vom Westen abhängigen Technokraten, die Warlords, die fundamentalistischen Kräfte der Juhadisten und der Taliban, von denen Mao sagte: „... sie haben ihr Nationalgefühl verloren und ihre Interessen sind von denen des Imperialismus nicht zu trennen. ... Gäbe es nicht diese Bande von Verrätern, hätte der japanische Imperialismus nicht dermaßen zügellos werden können.“ (Mao Tsetung, Ausgewählte Werke, Bd. I, S. 180f)

Es darf nicht vergessen werden, dass neben anderen Kräften die Khalqi-Parchami (Sowjet-Marionetten des PDPA-Regimes) wollten, dass die Russen nach Afghanistan eindringen.

Ebenso sollten wir nicht vergessen, dass die Kräfte der Jihadisten (Islamisten) die am meisten berüchtigten Mörder und zerstörerischsten Elemente aus Pakistan, dem Iran, Arabien und Amerika nach Afghanistan einluden und dirigierten.

Die Taliban wurden unserem Volk als eine Söldner-Armee durch die gegenwärtigen ausländischen Invasoren aufgezwungen; und jeder weiß auch, dass die gegenwärtige Kolonialverwaltung “aus dem Rauch der B52 entstanden ist”.  Diese Kräfte zusammen bilden die einheimischen reaktionären Kräfte, die wir weiter oben definiert haben. Diese Kräfte stehen  ihrer Natur nach auf der Seite des Imperialismus und der Aggression. Ohne die Gegenwart dieser Vaterlandsverräter könnte weder der Sozialimperialismus noch der westliche Imperialismus und die Weltreaktion es je wagen, unser Land anzugreifen. Entsprechend unserer Analyse sind der Imperialismus und die Reaktion Teile einer Seite des Hauptwiderspruchs unserer Gesellschaft. Das zu behandeln, ist hier und dort die Frage von Einheit und Kampf der verschiedenen Seiten eines Widerspruchs, den wir bis jetzt innerhalb der reaktionären Kräfte und zwischen den Imperialisten gesehen haben. Ich möchte das hier nicht alles wiederholen. 

Wie wir in der oben angeführten abweichlerischen These gesehen haben, macht diese eine Trennung zwischen den Interessen des Feudalismus und der Reaktion von denen des Imperialismus und stellt sie gegeneinander. Bei dieser Entgegenstellung stellt sie sich auf die Seite des Imperialismus und verfällt in die Haltung des nationalen Kapitulantentums. Der Gegenpol zu diesem Standpunkt sieht den Hauptwiderspruch nur zum Imperialismus und trennt die einheimischen reaktionären Kräfte vom Imperialismus. Damit vergisst er, dass die Reaktionäre die ausführenden Organe und das blutige Messer des Imperialismus sind. Diese Trennung und Entgegensetzung, bei der Partei ergriffen wird für die reaktionären Kräfte unter dem Vorwand, Teile dieser Kräfte im Kampf gegen den Imperialismus zu bekämpfen, bedeutet eine weitere Abweichung, die darin besteht, den ultrareaktionären Kräften zu folgen. Die Invasion abzulehnen ist etwas gutes und daher akzeptabel. Unsere Nation hat im Laufe der Geschichte dazu viele Erfahrungen. Da man jedoch der Frage der Führung und der  Vereinigung der Kräfte in der Befreiungsbewegung leider zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat, führte das jedes mal zum Tod von Tausenden von Menschen und der Zerstörung des Landes. Das Ergebnis dieser Kämpfe wurde von den reaktionären Kräften ausgenutzt und dann wurde die Gesellschaft  auf den Weg in den Rückschritt geführt. Die Früchte des Unabhängigkeitskrieges gegen den britischen Imperialismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden aufgrund des Fehlens bewusster nationaler Kräfte die Beute der Könige; und jeder von ihnen nahm unser Volk in Gefangenschaft. Die Ergebnisse des blutigen Widerstandskriegs des afghanischen Volkes gegen den Sozialimperialismus am Ende des 20. Jahrhunderts haben sich der US-Imperialismus sowie die regionalen reaktionären und fundamentalistischen Kräfte der Islamisten und Taliban angeeignet, und zwar unter solchen Bedingungen, dass jeder Mitleid für uns empfindet.  Mancher fragt sich, warum wir uns am Widerstand gegen die sowjetische Invasion ohne Vorbereitung und zusammen mit den islamistischen Kräften beteiligten. Die Teilnahme der national-fortschrittlichen Kräfte Afghanistans am der spontanen bewaffneten Volksbewegung gegen die russische Aggression ohne vorbereitenden Maßnahmen ist eine Sache, die ihre eigenen Merkmale hat. Es darf nicht vergessen werden, dass zu Beginn der spontanen Bewegung der Afghanen gegen die blutige Herrschaft des sowjetischen Marionettenregimes und ihre direkte koloniale Herrschaft die Initiatoren und Führer dieser Bewegung nicht die reaktionären islamistischen Kräfte waren. Diese islamistischen Parteien entstanden erst als Folge davon und wollten sich die Früchte dieses Kampfes aneignen. 

Aus diesem Grund warnte eine der revolutionären Organisationen, die sich am Widerstandskrieg beteiligte (SAMA) in ihrer ersten Erklärung vor der spontanen bewaffneten Volksbewegung, indem sie während der ausländischen Aggression der nationalen Befreiung gegenüber den anderen Forderungen des Volkes die Priorität gab. SAMA zeigte die Bedingungen des Sieges im nationalen Widerstandskrieg und ihre Entwicklung zur Volksbefreiungsbewegung auf. SAMA betonte in der ersten Erklärung, die geschrieben wurde von ihrem Gründer und Führer, dem verstorbenen Majid Kalakami:: „Die Erfahrungen aller menschlichen Gesellschaften und davon der anti-imperialistischen Kriege unseres Volkes für den Preis von Tausenden von Menschenleben beweisen die Wahrheit, dass die nationale Freiheit ohne wirkliche Demokratie, soziale Gerechtigkeit  und fortschrittliche Tendenz kein anderes Ergebnis haben wird als eine neue Gefangenschaft und ein neues Blutvergießen.“ (Erklärung der SAMA von 1979). Beachtet das!

SAMA hat klar gesagt, dass unsere Beteiligung am Widerstandskrieg nicht nur um des Krieges Willen stattfand oder um die Aggression zu besiegen und zurückzuschlagen. Außer unserer Beteiligung hatten wir Pflichten im spontanen Krieg gegen die Aggression, der vom Volk geführt wurde.  Das sind die Pflichten der revolutionären und fortschrittlichen Kräfte: die nationale Freiheit, wirkliche Demokratie zu erlangen, die soziale Gerechtigkeit sicher zu stellen, und die fortschrittliche Richtung der Bewegung zu stabilisieren und zu stärken. Damit können wir die

spontane Volksbewegung und den bewaffneten Kampf in eine geführte Bewegung mit den erwähnten Qualitäten umwandeln, die in der Lage ist, die Gesellschaft weiter zu entwickeln und zum Wohlstand zu führen bis schließlich die wirkliche Befreiung des Volkes erreicht ist.

Aber unglücklicherweise haben sie, wegen der Einmischung des Imperialismus und seiner heimlichen Abkommen und dem Entsenden von Waffen, Geld, Experten und Kämpfern, Hindernisse in unseren Weg gelegt, um unsere erwähnten Ideale und Ziele zu erreichen. So führten die Hingabe und alle Opfer nur zu neuer Gefangenschaft und zu neuem Blutvergießen als Ergebnis der gemeinsamen Herrschaft und des Einflusses der reaktionären und imperialistischen Kräfte. Diese bittere Konsequenz rechtfertigte das Verständnis, dass eine spontane Volksbewegung ohne eine intakte, fähige und fortschrittliche Führung nach rückwärts gelenkt und in eine neue Gefangenschaft durch reaktionäre Kräfte geführt werden konnte. Die nationalen und progressiven Kräfte dürfen sich niemals einer solchen Abweichung unterwerfen oder ihr folgen.

Die progressiven und revolutionären Kräfte zur Zeit des Widerstandskriegs gegen die russische Aggression folgten nicht nur nicht den reaktionären Kräften, die gegen den Sozialimperialismus kämpften, sondern warnten auch in verschiedenen Artikeln und Schriften vor der Gefahr einer üblen dreifachen Abhängigkeit (Sozialimperialismus, Imperialismus und Reaktion) und der Abweichung im Widerstand, verurteilten die Einmischung des Imperialismus ebenso wie die der regionalen und einheimischen reaktionären Kräften in die Widerstandsbewegung der Massen und sahen die Konsequenzen voraus.(siehe: Neday-e-Azadi, Veröffentlichung von SAMA). 

Die national-fortschrittlichen Kräfte haben die Pflicht, Massenbewegungen zu schaffen und zu führen. Sie müssen auch an den spontanen Massenbewegungen teilnehmen, um sie richtig in Richtung wirklicher Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und progressiver Tendenz zu führen. Aber wenn eine Bewegung, die nicht durch die Massen, sondern durch die Konfrontation der Interessen des Imperialismus mit der regionaler Reaktion aufgebaut worden ist und diese während die Taliban-Herrschaft hilflose Männer und Frauen tötete und wir uns an die dunkle Zeit ihrer barbarischen Herrschaft erinnern, die mithilfe ihrer pakistanischen Herren diesen Krieg zugunsten der Interessen verschiedener Imperialisten und reaktionärer Mächte fortsetzen, haben wir nicht das Recht, diese zu akzeptieren und ihr zu folgen. Nur weil wir keine bedeutende und effektive Kraft im Krieg sind und nicht die Fähigkeit haben, ihn zu führen und kaum auf eigenen Füßen stehen können, sollten wir den Taliban folgen? Nein das sollten wir nicht ! Während des Kriegs gegen die Sowjetinvasion in Afghanistan hatten wir unabhängige, halb-unabhängige und verdeckte Fronten.

Wir können sicherlich sagen, dass als Folge der imperialistischen Barbarei und Bombardierungen, wirtschaftlicher Not, Aufzwingen von islamistischen Kriegsherren, ethnisch-sprachlichen Unterschieden und religiöser Anziehungskraft ..., einige Leute zu den Taliban gehen. Mit all dem und mit der Kenntnis über die Marionettennatur der Führung, der tiefen Rückschrittlichkeit und Abhängigkeit der Taliban, haben wir etwa das Recht, ihnen zu folgen, weil einige unbewusste und getäuschte Menschen, die dem Weg des Volkes folgen, hinter ihnen stehen ? Und schlimmer noch, sollen wir diese dunkle mittelalterliche Macht akzeptieren? Im Gegenteil, abgesehen davon, dass wir das Wesen des Imperialismus und seiner Invasion unseres Landes enthüllen und den wirklichen reaktionären Charakter der Taliban aufdecken, sollten wir unser Volk lehren, nicht für die üblen Ziele der Taliban und ihrer Meister geopfert zu werden. So wie SAMA nach der Niederlage der Russen in Afghanistan während des Kriegs zwischen dem Marionettenregime und islamistischen Kräften die Leute gewarnt davor hat, nicht daran teilzunehmen (siehe: Neday-e-Azady), müssen wir das auch heute tun.

Ich wiederhole: da es unsere Pflicht ist, gegen die imperialistische Aggression zu kämpfen, gegen die Plünderung und das Töten von unschuldigen Menschen und gegen Karzais Kolonialverwaltung, ist es zugleich unsere Pflicht, das schmutzigen Wesen der Taliban zu enthüllen, ihre unsichtbare helfende Hand, ihre Barbarei und die Zukunft, dass sie an die Macht kommen könnten, sollte dem Volk auch gesagt werden und Position gegen sie bezogen werden. Den Menschen muss die Tatsache bewusst sein, dass erneut das Volk das Schlimmste erleiden muss, wenn die Taliban wieder an die Macht kommen und dass die Taliban unsere Gesellschaft um Jahrhunderte zurückwerfen werden.

Aus dieser Auseinandersetzung sollte nicht die Schlussfolgerung gezogen werden ... (Satz völlig unklar!). Niemals. Aber es ist Allgemeingut, Schlechtes von Schlechterem zu unterscheiden (nicht zu akzeptieren); wie Marx die Bourgeoisie für fortschrittlicher hielt als die Aristokraten, und Lenin, Mao und andere auch verschiedene Stufen der Entwicklung, Rückständigkeit, Barbarei und....bei den verschiedenen Feinden und Gegnern erklärten und  das Schlechte vom Schlechteren unterschieden, um jeweils in der richtigen Weise dagegen anzukämpfen.

Wir betrachten die gegenwärtige Regierung in Afghanistan als ein Produkt der imperialistischen Aggression. Nach unserer Meinung ist jede Art der Zusammenarbeit und Koordination in Form der Annahme eines hochrangigen Amtes oder Teilnahme an diesen millionenschweren NGOs Zustimmung zur Aggression. Im Gegenteil wir glauben an die vollständige Ablehnung und Niederlage der Invasion und ihres Produktes. Wir kämpfen dafür, dieses Ideal Wirklichkeit werden zu lassen und ein politisches System zu errichten auf der Grundlage der Interessen der am meisten ausgebeuteten Klassen unserer Gesellschaft.

Wir müssen bestimmen, wer unsere Verbündeten in diesem Anti-Aggressionskrieg sind. Und was für eine Bewegung eine “Bewegung des nationalen Widerstands” ist.

Hier möchte ich auf einige historischen Erfahrungen verweisen über die Wege und Formen der Einheit von Revolutionären mit anderen Kräften in der “Einheitsfront” in einem Befreiungskampf, um zu sehen, was die Bedingungen für einen nationalen Widerstandskrieg sind. In Verbindung mit dem Verhältnis zwischen Demokratie und Widerstand gegen Japan sagt Mao Tsetung: „..und für die Demokratie eintreten heißt für den Widerstand gegen die japanische Aggression eintreten. Der Widerstand und die Demokratie bedingen sich gegenseitig genauso, wie sich der Widerstand und  innere Frieden oder die Demokratie und der innere Frieden einander bedingen. Die Demokratie ist die Gewähr für den inneren Widerstand, während der Widerstand für die Entwicklung der Bewegung, für die Demokratie günstige Bedingungen schaffen kann.”(Mao, Ausgewählte Werke Bd. I, S. 339)

Dieses Prinzip ist heute natürlich in Afghanistan anwendbar. Sind die Taliban bereit, andere Kräfte mit ihrer Identität und Organisation in der Einheitsfront des Anti-Aggressionskrieges neben sich zu akzeptieren ? Sind die Taliban bereit, demokratischen Normen zu befolgen, andere politische Kräfte zu respektieren und anzuerkennen sowie die demokratischen Rechte des Volks und seine Identität in der Kampffront gegen die ausländische Invasion in Afghanistan? Wollen sie Unabhängigkeit vom Imperialismus und anderen sich einmischenden Regionalmächten ? Sind die Taliban bereit, in Frieden mit anderen organisierten bewaffneten Kräften neben sich zu leben? Ich kann mir das nicht einmal vorstellen. Daher weiß ich nicht, wie andere Kräfte außer den Taliban unter diesen Bedingungen mit ihnen arbeiten könnten und was die Taliban von solchen Kräften erwarten könnten.

Selbst wenn wie akzeptieren, dass der Krieg, den die Taliban führen, ein Anti-Aggressionskrieg ist (was schwer zu akzeptieren ist, weil dieser Krieg kein Volkskrieg ist und den Volkskräften keine Rechte und keine Rolle zubilligt), ist er zum Scheitern verurteilt. Jede Partei, die an der Seite der Taliban an diesem Krieg teilnehmen will, muss alle Bedingungen und Befehle der Taliban annehmen. Es bedeutet, dass man ein Talib (Einzahl von Taliban) werden muss. Daher kann dieser Kampf der Taliban nicht als ein “nationaler Widerstandskrieg” bezeichnet werden. Was das betrifft, sagt Mao Tsetung: “Ein partieller Widerstandskrieg, der ohne Teilnahme der Volksmassen allein von der Regierung geführt wird, muss jedoch unweigerlich scheitern, .... Denn er ist  kein vollständiger revolutionärer nationaler Krieg, keine Krieg der Volksmassen. ...In einem vollständigen revolutionären nationalen Krieg, d.h. in einem totalen Widerstandskrieg, ist es erforderlich, das von der Kommunistischen Partei vorgeschlagene Zehn-Punkte-Programm für den Widerstand gegen Japan zur Rettung des Vaterlands auszuführen”. MAW, Bd. II, S. 63f.

Wie man sehen kann, bezeichnete Mao auch den antijapanischen Kampf, den die Kuomintang-Regierung mit ihrer mehrere Hunderttausend-Mann-Armee führte, nicht als einen revolutionären nationalen Krieg und sah seine Niederlage voraus, weil er keine Massenunterstützung und kein demokratisches Programm hatte. Er nannte den Krieg nur dann revolutionär und national, gerecht und annehmbar, und daher gerechtfertigt und akzeptierbar, wenn die Massen direkt daran teilnehmen und er ein demokratisches Programm hat, um die Rechte und Freiheiten des Volks und der politischen Kräfte zu schützen.

Der afghanische Widerstandskrieg gegen den Sozialimperialismus war ein Volkskrieg, in dem die afghanischen Massen zu Millionen teilnahmen. Indem wir an diesem Krieg teilnahmen, wollten wir ihm ein demokratisches Programm und einen progressiven Aspekt geben. Da wir in unserem Bestreben keinen Erfolg hatten, wurde der Krieg von seinem richtigen Weg und ursprünglichem Ziel durch die Reaktionäre und die Imperialisten abgebracht.

Wie können wir jetzt, unter den oben erwähnten Bedingungen bei den barbarischen Taliban (Beispiele dafür: Hinrichtung unschuldiger Journalisten, von Straßenbauingenieuren, Gesundheitspersonal, Bergarbeitern, Frauen ...) auf dieser Basis die Taliban eine nationale Widerstandskraft nennen und ihren Krieg einen nationalen revolutionären Krieg und ihn akzeptieren. Die Taliban haben weder die Unterstützung der afghanischen Massen noch sind Demokratie und Rechte des Volks für sie annehmbar. 

Mao Tsetung definierte das politische Ziel eines revolutionären nationalen Kriegs wie folgt:

„Das politische Ziel des Widerstandskriegs ist ‚die Vertreibung des japanischen Imperialismus und der Aufbau eines freien, gleichberechtigten neuen China‘.” MAW, Bd.II, S. 180 (Über den langwierigen Krieg)

Hier können wir klar erkennen, dass die Vertreibung der japanischen Imperialisten und der Aufbau eines neuen China Teile eines politischen Ziels sind, die von einander abhängen.

Können wir es wagen zu hoffen, dass nach der Vertreibung der imperialistischen Eindringlinge aus Afghanistan ein neues Afghanistan aufgebaut werden könnte mit Freiheit und Gleichheit unter der Führung der Taliban? Niemals! Wieder niemals ! So was ist Utopie und völlig unmöglich.

Trotz unser blutigen Erfahrungen in der Vergangenheit mit vielen Tausenden von Märtyrern unter den Revolutionären und Freiheitsliebenden und bitterer Ergebnisse durch reaktionäre Führungen vergangener Bewegungen darf man die Probleme nicht einfach mit einem Anti-Invasions-Gefühl angehen. Von jetzt an müssen wir die Freiheit und Demokratie für unser Volk betonen, indem wir an jedem Kampf oder an jeder Bewegung teilnehmen und uns für die Einheit einsetzen, als eine unabhängige Kraft mit unserer eigenen ideologischen Identität und Organisation; und dürfen niemals irgendeine dieser Bedingungen ignorieren. Wir werden niemals an irgendeinem Kampf um des Kampfes willen teilnehmen. Mao Tsetung gab eine wertvolle Anweisung in diesem Zusammenhang: “Widerstandskrieg, Zusammenschluss, Fortschritt ... Diese drei Grundsätze bilden ein organisches Ganzes, kein einziger von ihnen kann entbehrt werden. Wenn man das Schwergewicht nur auf den Widerstandskrieg, nicht aber auf den Zusammenschluss und den Fortschritt legt, dann wird ein solcher “Widerstandskrieg” unsicher und nicht von Dauer sein. Der Widerstandskrieg ohne ein Programm zum Zusammenschluss und Fortschritt muss früher oder später in Kapitulation umschlagen oder mit einer Niederlage enden. Wir Kommunisten halten es für notwendig, dass alle diese drei Aufgaben zu einer Einheit verschmolzen werden.” MAW, Bd. II, S.477

Es ist wirklich genau so und unsere bittere Erfahrung hat das bestätigt. Aufgrund verschiedener innerer und äußerer Faktoren waren wir nicht in der Lage, das Prinzip “Einheit und Fortschritt” in das Programm des Krieges gegen den Sozialimperialismus einzubinden. Als Ergebnis davon unterwarf sich die Widerstandsbewegung nach der Vertreibung der Invasoren dem Imperialismus und den Reaktionären. Unsere gegenwärtige Tragödie ist die Folge davon.

Wenn jetzt jemand kommt und unter dem Namen des Widerstands gegen die US-Besatzung  unseres Landes die Herrschaft der ISI, Maulana Fazul Al Rahman, Bin Laden oder Mullah Omar einführt, dann ist solcher “Widerstand” wirklich bedeutungslos und eine wirkliche Tragödie. Mit solchen Verbündeten ist die Hoffnung auf Freiheit vergeblich.

Die bittere Erfahrung der Vergangenheit zu wiederholen, ist kein Fehler mehr und wir müssen uns nicht auf irgendeinen Platz stellen, den wir nicht wollen und ohne nachzudenken; da sollten wir nicht sein.

Widerstand gegen die Besatzung durch den amerikanischen Imperialismus und seine Verbündeten ist unser Ziel und unsere Pflicht. Dieser Widerstand muss vorbereitet werden durch die Aufklärung und Mobilisierung der Volksmassen und indem man sie mit den freiheitsliebenden Kräften verbindet, mit einem vollständigen Programm für Freiheiten, Demokratie und Fortschritt für die endgültige Befreiung unseres Landes und Volkes. Alle nationalen und progressiven Kräfte müssen daran arbeiten.

Vielleicht zitieren einige Genossen Stalin, der einmal sagte: “Der Kampf, den der Emir von Afghanistan für die Unabhängigkeit von Afghanistan führt, ist objektiv ein revolutionärer Kampf,

trotz der monarchistischen Anschauungen des Emirs und seiner Kampfgefährten, denn dieser Kampf schwächt, zersetzt, unterhöhlt den Imperialismus, ...” J.W.Stalin, Grundlagen des Leninismus, S. 66

Wir müssen uns hier auf das gleiche Buch von Stalin beziehen, in dem er schreibt: “Während der letzten zwei Jahrzehnte hat die nationale Frage eine Reihe höchst bedeutsamer Wandlungen erfahren. Die nationale Frage in der Periode der II.Internationale und die nationale Frage in der Periode des Leninismus sind bei weitem nicht ein und dasselbe. Sie unterscheiden sich gründlich voneinander nicht nur dem Umfange, sondern auch ihrem inneren Charakter nach.” J.W.Stalin, Grundlagen des Leninismus,S.62

Ein dialektisches Herangehen und die objektive Wirklichkeit zwingen uns zu sagen, dass seit mehr als 80 Jahren, die seit Stalins Aussagen vergangen sind, es Veränderungen in diesen Fragen gegeben hat.

Zur Zeit Stalins wurden die nationalen Bewegungen in den Kolonien gegen den Imperialismus unterstützt, die meistens von der nationalen Bourgeoisie dieser Länder geführt wurden.

Zu dieser Zeit beruhte das auf Prinzipien und war richtig, weil der Imperialismus und Kolonialismus die Nation in Gefangenschaft führten und sich dabei auf reaktionäre Kräfte (meist den feudalen Hochadel) stützten,. Die Unabhängigkeitskräfte, die hauptsächlich von der nationalen Bourgeoisie geführt wurden, um die Kolonialherrschaft zu brechen oder zu schwächen, führten Unabhängigkeitskämpfe.  In unserem Land versuchte der britische Imperialismus das Land unter seine Kontrolle zu bringen, indem er mit den reaktionärsten Feudalherren, Königen und islamischen geistlichen Führern zusammenarbeitete. König Amanullah und seine Verbündeten dagegen, in Stalins Worten “seine Kampfgefährten” (die in unserer Geschichte als die zweiten Konstitutionalisten bekannt sind), waren Repräsentanten der fortschrittlichen Bourgeoisie. Ihr Programm in dieser Zeit war das fortschrittlichste und demokratischste Programm in unserm Land. Ihre Befreiungsbewegung wurde von der Mehrheit des afghanischen Volkes unterstützt und war nicht  abhängig von irgendeiner ausländischen Macht. Daher verdiente sie es, von fortschrittlichen Kräften im Inland und Ausland akzeptiert zu werden.

In Wirklichkeit war der Schlag für den britischen Imperialismus so schwer wie die Geschichte beweist, dass seine Regierungen danach niemals mehr versucht haben, das afghanische Volk direkt zu konfrontieren. Stalin und die russischen Bolschewiken sahen den progressiven, mit dem Volk verbundenen, Aspekt und unterstützten ihn. Ein Vergleich dieser Bewegung mit europäischen Sozialdemokraten dieser Zeit, die ihre eigenen imperialistischen Staaten unterstützten, ist angemessen.

Nach dem II. Weltkrieg entwickelte sich die nationale Bourgeoisie der abhängigen Länder nicht und wurde durch die Kompradorbourgeoisie ersetzt, die völlig von den einen Imperialisten abhängig war, während sie die anderen Imperialisten bekämpfte. Wenn der letztere an die Macht kam, verkaufte er die Bewegung an die imperialistische Macht von der sie abhing. Solche Beispiele können in vielen Ländern gefunden werden, besonders in Osteuropa und der früheren Sowjetunion. Dort kann man ganz klar sehen, dass sie unter dem Namen der Unabhängigkeit in gehorsame Gefolgsleute des Imperialismus verwandelt wurden.

Es ist erwähnenswert, dass gegenwärtig der Imperialismus und das Kompradorentum enge Verbindungen mit den einheimischen Reaktionären der Welt haben und bei der Versklavung der Menschen zusammenarbeiten. Aus diesem Grund sind die reaktionären Kräfte unseres Landes, einschließlich der Taliban, entsprechend ihrer Natur und Bestimmung eng verbunden mit und  abhängig von den Imperialisten und ihren regionalen reaktionären Verbündeten. Es ist nicht vergleichbar mit König Amanullahs Unabhängigkeitsbewegung. Es kann nicht eine „Nationale Unabhängigkeitsbewegung“ genannt werden; daher kann es von nationalen oder progressiven Kräften nicht akzeptiert werden.

Hier möchte wir ein anderes Zitat aus der gleichen Schrift Stalins in Verbindung mit dem Wesen der nationalen Bewegungen und Bedingungen und Formen der Unterstützung dafür bringen:  „Die nationale Frage ist ein Teil der allgemeinen Frage der proletarischen Revolution, ein Teil der Frage der Diktatur des Proletariats.

Die Frage steht so: Sind die sich im Schoße der revolutionären Befreiungsbewegung der unterdrückten Länder vorhandenen Möglichkeiten bereits erschöpft oder nicht; und falls sie nicht erschöpft sind, besteht begründete Hoffnung darauf,  diese Möglichkeiten für die proletarische Revolution nutzbar zu machen, die abhängigen und kolonialen Länder aus einer Reserve der imperialistischen Bourgeoisie zu einer Reserve des revolutionären Proletariats, zu seinem Bundesgenossen  zu machen?“ Stalin, Grundlagen..., S.64

„Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass das Proletariat die nationale Befreiungsbewegung der unterdrückten und abhängigen Völker entschieden und aktiv unterstützen muss.

Das bedeutet natürlich nicht, dass das Proletariat jede nationale Bewegung, immer und überall, in allen konkreten Fällen unterstützen muss.“ (Stalin: Grundlagen..., S. 65, Unterstreichungen durch den Verfasser)

Dies lange Zitat, besonders die Teile, die ich unterstrichen habe, zeigt deutlich, dass nicht jede nationale Bewegung, auch mit einem Anti-Invasionsgesicht, die nationale und anti-imperialistische Bewegung ist, die das Proletariat und die fortschrittlichen Kräfte unterstützen sollten.

Die Freiheits- und antiimperialistische Bewegung muss das koloniale Land davor bewahren, die Reserve der imperialistischen Bourgeoisie und der von ihm abhängigen Reaktionäre zu sein und es in eine Reserve des revolutionären Proletariats und seiner Verbündeten verwandeln. Solch eine Bewegung, deren Ziel über die „Unabhängigkeit“ hinaus geht und nach der nationalen Freiheit und der Befreiung des Volks strebt, muss nicht nur in seiner Formierung, seiner Entwicklung und dem Sieg unterstützt werden, sondern wir müssen bestrebt sein, sie mit allen Kräften zu stärken.

Aber die Talibanbewegung von Afghanistan und ihre pakistanischen und nicht-pakistanischen Verbündeten sind erbitterte Feinde der Revolution, des Proletariats und der fortschrittlichen Kräfte. Es gibt keine Aussicht auf ihre Zusammenarbeit und Koordination mit dem Proletariat und den progressiven Organisationen. Unter diesen Umständen ist es unmöglich, Afghanistan von einer Reserve der Imperialisten und Reaktionäre in eine für das Proletariat und seine Verbündeten zu verwandeln. Das ist unmöglich ! Bei all diesem, ich wiederhole es noch einmal, haben wir alle in unserem Land die Verantwortung, die Massen aufzuklären und zu mobilisieren, um die ausländische Invasion zu besiegen. In der gleichen Weise sind wir verantwortlich, das Töten unschuldiger Menschen durch die Taliban zu verhindern.

Wir müssen einen organisierten, fortschrittlichen langwierigen Volkskrieg der nationalen Befreiung vorbereiten und führen und versuchen, uns zu entwickeln, indem wir uns selbst und die Volkskräfte organisieren, um die Millionenmassen aufzuklären und zu organisieren.

Diese Aufgabe ist möglich, trotz der entwickelten Waffentechnik und Technologie des Imperialismus. Heute beweist das stolze und kämpferische Volk des Irak diese Möglichkeit und überraschte die Welt. Morgen wird das tapfere und kämpfende Volk Afghanistans dasselbe tun. Von diesem Augenblick an können wir neben dieser Vorbereitung aktiv und energisch die demokratische und Volksbewegung unterstützen in Form von Streiks, Demonstrationen und anderen Formen der Reaktionen des Volks im ganzen Land. Indem wir die zugrunde liegenden Ursachen für unsere kolonialisierte Gesellschaft beschreiben und offen legen, die in der Existenz des Imperialismus und der Reaktion liegen, können wir ihr einen antiimperialistischen und demokratischen Charakter geben. Wir müssen uns sehr anstrengen, um eine solche Massenbewegung zu schaffen.

Wir müssen geduldig unsere grundlegende Aufgabe durchführen, die drei Waffen des Volkskampfes vorzubereiten entsprechend der Situation von heute und der aktuellen Entwicklung.

Gegenwärtig sind wir nicht auf der organisierten, politischen und militärischen Entwicklungsstufe, dass der bewaffnete Kampf die führende Form unseres Kampfs sein kann, und wenn wir das wollten, wären wir gezwungen, mit den Taliban zu gehen oder ihnen zu folgen.

Die so genannte Kommunistische (Maoistische) Partei Afghanistans, die nur im Internet gefunden werden kann, bewertet und bestimmt den bewaffneten Kampf als die Hauptform des Kampfes in unserem Land. Diese Einschätzung, die von der ISI-Politik in Afghanistan beeinflusst wird, ist Blödsinn und lädt die progressiven Bewegungen ein, vor den Taliban zu kapitulieren. Jeder weiß, dass diese so genannte kommunistische Partei nicht einmal einen Protest mit 10 Leuten innerhalb oder außerhalb Afghanistans auf die Beine stellen kann, wie denn dann eine bewaffnete Mobilisierung der Massen? Heute haben ihre Bluffs und ihre Angeberei sie in eine Falle getrieben und Fragen ihrer Mitglieder hervorgerufen, was sich zu einer tiefen politischen und organisatorischen Krise entwickelt hat. Selbst ihre ausgetretenen Mitglieder haben sie in der Resolution des Treffens vom 24.Dezember 2007, die in payame-e-azady.com veröffentlicht wurde, unlauterer Beziehungen zur NED beschuldigt und erklärt, dass diese so genannte kommunistische Partei tief in NGO's verwickelt ist und Millionen von Dollar von den Invasoren unseres Lands erhalten hat. Diese Partei, die einst einen Sitz in der R.I.M. wegen ihrer Tricks hatte, hat ihn jetzt verloren und ist in Ungnade gefallen und niemand hört mehr auf sie. Die RIM selbst hat mit solchen Mitgliedern den Rand der Auflösung erreicht, aber ihre prinzipienfesten Mitglieder haben sich der Internationalen Konferenz Marxistisch-Leninistischer Parteien und Organisationen (IKMLPO) angeschlossen. Es ist erwähnenswert, dass die IKMLPO, die die Marxistisch-Leninistische Organisation Afghanistans (MLOA) als altes Mitglied hat, bis jetzt 9 Konferenzen gehalten hat und die zehnte Konferenz von marxistisch-leninistischen Parteien und Organisationen aus allen Teilen der Welt vorbereitet.

Um auf den Punkt zurück zu kommen, würden wir gern die Frage der Hauptform des Kampfes diskutieren. Eine besondere Form des Kampfes wird dann zur führenden Form, wenn sie den Erfordernissen der Zeit und dem Niveau der Entwicklung der Aufgabe entspricht, andere Formen des Kampfes benutzt und die effektivste, die notwendigste und geeignetste Form des Kampfs zum gegebenen Zeitpunkt darstellt. Außerdem müssen alle Mittel und Werkzeuge zur Verfügung stehen und die revolutionären Kräfte müssen absolut in der Lage sein, diese Form des Kampfes auf die Tagesordnung zu setzen und in die Praxis umzusetzen.

Wir und andere revolutionäre linke Kräfte, die diese strategische Sicht teilen und an den langwierigen Volkskrieg glauben, sind leider nicht in der Lage, einen bewaffneten Kampf zu führen und ihn als die Hauptform unseres Kampfes zu betrachten. Die Erfüllung  revolutionärer Pflichten ist nicht, wie unsere „maoistischen Taliban“ glauben, wie Gebete zu sprechen, was unter allen Umständen getan werden muss.  Nachplappern wie ein Papagei und große Phrasen ändern nicht die Realität.

Um unsere revolutionären Pflichten erfolgreich zu erfüllen, müssen wir konkrete Analysen der konkreten Umständen machen und einen revolutionären Realismus verwirklichen. Zuerst einmal müssen wir uns selbst betrachten und unsere Fähigkeiten unter den gegenwärtigen Umständen einschätzen und sehen, wer wir sind und was wir tun können. Es gibt immer einen Unterschied zwischen dem „Was getan werden muss“ und dem, was „getan werden kann“. Um den Abstand verschwinden zu lassen, ist manchmal ein sehr langer Kampf nötig. Die Marxisten-Leninisten mit ihrem revolutionären Realismus gehen aus von dem „was getan werden kann“ und mit ihrem nicht endenden Eifer versuchen sie das erstrebte „was getan werden muss“ zu erreichen.

Ich hoffe, dass wir durch unseren korrekten, prinzipienfesten und ständigen revolutionären Kampf dem Wunsch aller Patrioten gerecht werden können und zusammen mit unseren Genossen und unserem Volk mit unseren Gewehren die Invasoren und ihre Verbündeten treffen werden. Mit der vollständiger Vertreibung unserer Feinde aus unserer Heimat werden wir die Zeugen des Siegs unseres Volkes sein. Erst dann werden wir in einer freien, blühenden, fortschrittlichen und gerechten Gesellschaft leben.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit und Geduld. 

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* www.ned.com ist eine amerikanische antikommunistische Organisation parallel zum CIA. Sie wird von der US-Regierung bezahlt und ihre Aufgabe ist es, die Jugend in vielen Ländern wie Afghanistan einer Gehirnwäsche zu unterziehen mit verschiedenen Programmen. Sie stellt Mitttel für verwandte NGO's in unserem Land zur Verfügung.


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